Heute in einer Kantine irgendwo in Deutschland:
Es ist Freitag 12:30 Uhr und es sind nurnoch 2 von 3 Gerichten verfügbar. Die Stimmung der Kantinenmitarbeiter ist wochenendlich und die Schlange an der Ausgabe sehr kurz.
Meine Kollegin bestellt Spätzle mit Rahmsauce, da das Fleisch schon aus ist, der Grießbrei trocken am Boden des Bain Marie-Einsatzes klebt und auch der Fisch in Perkamentpapier (Originalschreibweise) seltsam aussieht. Darauf bekommt sie prompt die Antwort: „Nein, ich kann nicht nur Spätzle herausgeben, da diese sonst nicht mehr ausreichen für alle.“ Meine Kollegin will wissen was sie denn dann haben könnte. „Ich kann dir Spätzle und Kartoffeln mit Rahmsauce geben.“ Sie stimmt zu und bekommt sogar noch Schnittlauch darüber gestreut. Meine zweite Kollegin bestellt Kartoffeln mit Gemüse, welches eigentlich das Fischgericht ohne Fisch darstellt. Wieder eine prompte und schon etwas unfreundlichere Antwort: „Nein, Gemüse gibt es nicht ohne Fisch. Es reicht sonst nicht für alle.“ Die zweite Kollegin bestellt dann das Gleich wie die Vorgängerin. Ich bin an der Reihe und aus Angst angeschnauzt zu werden bestelle ich gleich Kartoffeln und Spätzle mit Rahmsauce. Mein Kollege hinter mir traut sich zu fragen wann es denn wieder neuen Grießbrei gibt? Außerdem bemerkt er, dass eigentlich Milchreis auf der Karte stand. Als Belohnung bekommt er die Antwort, dass er noch 12 Minuten warten müsse. Er geht hungrig.
Was uns dann während unseres Essens auffiel war, dass es sehr gut war, dass die Kantinenfachkraft alles genau rationiert hat, denn nach uns kommt keiner mehr und sie räumt alle Reste weg.
Ich glaube, es erübrigt sich zu sagen, dass unser Mittagessen kein Genuss und das dies nun endgültig der letze Besuch hier war.