grüne Paste

grüne Paste

Neulich kauften wir allerlei Kleinigkeiten für unseren sonntäglichen Biergartenbesuch ein. Im Einkaufswagen verschwanden so manche Leckereien. Unter Anderem erstanden wir an der Käsetheke frisch abgepackten Obazda und eine selbst gemachte Bärlauchcreme.

Die Bärlauchcreme hatte es allerdings in sich. Nach einem ersten Geschmackstest versuchte ich herauszufinden welche Gewürze für diese Bärlauchcreme verwendet wurden. Außerdem suchte ich eine Bestätigung für meine Vermutung, dass hier getrockneter Bärlauch und kein frischer verwendet wurde.

Der Blick auf das aufgeklebte Etikett offenbarte dann, Frischkäse und einige seltsame Zutaten. Zu Hause angekommen recherchierte ich dann die kryptischen E-Nummern.

Verdickungsmittel

Chemiecocktail mit Bärlauchgeschmack

Chemiecocktail mit Bärlauchgeschmack

E 410 – Johannisbrotkernmehl
E 412 – Guarkernmehl
E 415 – Xanthan
E 414 – Gummi arabicum

Farbstoff
E 160 a – Carotine, gemischte Carotine, Beta-Carotin

Emulgatoren
E 472 c – Citronensäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
E 322 – Lecithin

Konservierungsmittel
E 211 – Natriumbenzoat
E 202 – Kaliumsorbat

Geschmacksverstärker
E 621 – Mononatriumglutamat

Antioxidationsmittel
E 330 – Citronensäure

Wo ist der Bärlauch? Offenbar sind Kräuter und Gewürze in diesem Produkt in so geringer Menge enthalten, dass sie nicht aufgeführt werden müssen. Irgendwie liest sich diese Zutatenliste wie eine Anleitung aus dem Chemiebaukasten.

Zu dieser frisch abgepackten Bärlauchcreme von der Käsetheke kann ich nur sagen: „igit“. Außerdem werde ich im Supermarkt wieder kritsicher auf die Etiketten schauen und solche „frischen“ Produkte liegen lassen.

Quelle: http://das-ist-drin.de